Wann hast du an der FIN studiert? | 1999-2005 | |
| In welcher Firma arbeitest du? | Capgemini sd&m AG | |
| Was machst du dort? | Ich bin Berater für Software-Architektur. |
Warum hast du dich für diese Arbeitsstelle entschieden? Wurden deine Erwartungen erfüllt?
Ich habe nach dem Studium eigentlich erstmal nur einen Berufseinstieg gesucht. Ich hatte keine wirkliche Vorstellung davon, was mich erwartet und was ich erwarten kann. Rückblickend war es eine sehr gute Wahl, die ich aber aufgrund von ansprechenden Stellenanzeigen und einem sehr guten Bewerbungsprozess getroffen habe.
Was hast du seit Ende deines Studiums gemacht und wie bist du zu deinem heutigen Beruf gekommen?
Ich habe seit 2005 eine Bestandsführungssoftware für eine Versicherung in einem Großprojekt zusammen mit 150 anderen Kollegen entwickelt. Am Anfang war ich Entwickler, danach habe ich die Inbetriebnahme der Software begleitet und später mehr und mehr Design- und Führungsaufgaben für die Weiterentwicklung übernommen. Die letzten zwei Jahre hatte ich die Verantwortung für alle technischen Themen für einen größeren Teilbereich des Gesamtprojekts.
Gerade bin ich dabei das Projekt zu verlassen und werde dann auch ein Blick in andere Themen werfen können und sehen wie andere Kunden ihre Projekte und Beziehung zum Dienstleister gestalten.
Welche Kompetenzen und Qualifikationen waren für diesen Weg deiner Meinung nach wichtig?
Es sind aus meiner Sicht drei Dinge wichtig.
Erstens muss man komplexe Zusammenhänge schnell erfassen können. Je mehr fachliches, technisches und organisatorisches Wissen man hat, desto leichter ist es, aber man muss trotzdem immer die Situation analysieren können.
Zweitens ist es wichtig zu kommunizieren. Das hat mehrere Aspekte. Der Kunde sagt nicht immer was er wirklich will, man muss hinter die gemachten Aussagen schauen, um gute Lösungen anzubieten. Man muss seinen Kollegen zuhören um ihre Probleme aufzugreifen und man muss darüber berichten was man selbst gerade tut und warum.
Drittens sollte man Entscheidungen treffen können, ich habe auch erst lernen müssen und beobachte es immer wieder, dass man zwar eine Situation gut analysiert, aber sich dann nicht getraut die nächsten Schritte anzugehen. Man sollte anstreben selbst Entscheidungen zu treffen und diese dann zu verantworten.
Wenn du heute auf dein Studium zurückblickst, was für eine Bilanz ziehst du?
Das fachliche Wissen ist nur die Grundlage. Aber wenn ich grundlegende Dinge, wie das Programmieren, nicht kann, dann hört man mir wohl möglich gar nicht erst zu. Das fortgeschrittene Detailwissen ist nur Beiwerk gewesen, aber es ist notwendig, um sich an diesem Themen Fähigkeiten - Kommunizieren über komplexe Zusammenhänge, Analysefähigkeit, Auffassungsgabe, ... - anzueignen, die man später braucht.
Ich habe mein Studium darauf ausgerichtet, an der Uni zu bleiben oderforschungsnah tätig zu sein. Dadurch habe ich mich sehr stark auf das inhaltliche Wissen der einzelnen Veranstaltungen fokussiert. Das ist fürs Berufsleben aber nur die halbe Miete. Die Softskills sind wichtig und im Studium hat man die Möglichkeiten diese zu Lernen.
Was möchtest du Studieninteressenten der Informatik mit auf den Weg geben?
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